DER VEREIN


Der Katholische Gesellenverein Vöcklabruck (später: Kolpingsfamilie) wurde noch zu Lebzeiten Adolph Kolpings am 20.11.1859 durch Kaplan Martin Streicher gegründet. Der erhaltene Gründungspokal erinnert daran.
Bis zur Auflösung des Vereines durch das NS-Regime im März 1938 lag der Schwerpunkt der Arbeit in der Unterbringung und Verpflegung durchreisender Handwerksgesellen (bis zu 150 jährlich). Die Mittel dafür wurden durch unzählige Theateraufführungen aufgebracht. Nach seiner Reaktivierung am 3.3.1947 nahm der Verein einen raschen Aufschwung. Dank größtem Einsatz der Verantwortlichen gelang die Errichtung des Kolpinghauses. Die Kolpingsfamilie leistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt. Viele Mitglieder bringen sich auch in Pfarre und Gemeinde ein.


ADOLPH KOLPING

Gründer des Kolpingwerkes war der Kölner Priester und Sozialreformer Adolph Kolping (*8.12.1813 +4.12.1865). Er hatte das Schuhmacherhandwerk erlernt und die sozialen Nöte der jungen Leute zur Zeit der Industriellen Revolution erlebt.
Später als Priester gründete er europaweit Gesellenvereine, um der arbeitenden Jugend Halt und Orientierung zu geben. Seine große religiös-soziale Leistung wurde von der Kirche 1991 durch die Seligsprechung gewürdigt.